Amazon zahlt nicht mehr für alle vermittelten Einkäufe:
Ein Geschäftsmodell bricht zusammen und die Auffassungen dazu sind voneinander abweichend. Amazon vergütet zukünftig keine Käufe mehr, die über so genannte SEO (Suchmaschinenoptimierung) oder SEM (Suchmaschinenmarketing) Maßnahmen generiert wurden.

Diese Mitteilung haben die Affiliate-Partner von Amazon erhalten, die bislang auf die verkäuferische Wirksamkeit von Affiliate-Links in Suchmaschinenlistungen setzten.
Die Meinungen zu dieser drastischen Maßnahme gehen weit auseinander. Während einige Internetnutzer sich von den zahlreichen Affiliate-Links in den Suchergebnislisten der Suchmaschinen gestört fühlten und diesen Schritt lauthals begrüßen, sind die baldigen Ex-Partner von Amazon eher enttäuscht. Nach jahrelangem Vermitteln von Käufern an Amazon auch mit Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung von Affiliate-Links oder anderer Maßnahmen des Suchmaschinenmarketings fühlen sie sich nun ausgenutzt und ausgesperrt. Der Mohr hat scheinbar seine Schuldigkeit getan.
Besonders intelligent erscheint der Schritt von Amazon vor allem vor dem fehlenden Hintergrund nicht zu sein. Das Unternehmen hat bislang auch keine Stellungnahme abgegeben, die die wahren Gründe für diesen Schritt offen legen.
So bleibt zu vermuten, dass Amazon mittlerweile keinen gesteigerten Wert mehr auf die vielen Affiliate-Partner legt und mittlerweile ausreichend Umsätze generieren kann, um auf die Direktlinks verzichten zu können.

Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass nicht weitere große Anbieter diesem Schritt von Amazon folgen. Auch wenn das Suchmaschinenmarketing in der einen oder anderen Form vor allem unbedarfte Internetnutzer oftmals nervt, ist es doch immer noch das probateste Mittel, über das Internet mehr Umsätze und damit auch höhere Gewinne zu generieren.

In Zukunft wird Amazon keine Werbekostenerstattungen mehr für Verkäufe bezahlen, “die von Nutzern ausgelöst werden, die über Links in natürlichen Suchergebnissen von Suchmaschinen direkt zu Amazon.de geleitet werden”. Quelle: Amazon schränkt SEO und SEM für seine Partner ein – Golem.de

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8 Reaktionen zu “Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing begrenzung”

  1. holger hat gesagt:

    Geht es hier nicht eigentlich vor allem um die Astores? Und nicht um die Suchmaschinenoptimierung und das Suchmaschinen/Affiliate Marketing generell.

    Wenn ich das richtig verstanden habe sollen nur die Käufe über die teilweise gut rankenden Astore Subdomains welche als Ref von der Suchmaschine oder z.B. Adwords kommen nicht mehr vergütet werden. Käufe die aber über die eigene Webseite mit eingebundenen Astore kommen sollten davon aber nicht betroffen sein.

    Ok, das gejammere ist natürlich groß, aber irgendwie wäre ein solcher Schritt (insofern das stimmt) auch nachvollziehbar. Profitieren die meisten gut gelisteten Astores doch zum Teil auch von der Amazon Subdomain.

  2. Sotirios hat gesagt:

    @holger Das gilt für Verkäufe, die direkt oder indirekt über automatische Weiterleitung von suchwortbasierten Anzeigen- oder Werbesystemen auf Google, Bing, Yahoo, einer anderen Suchmaschine oder deren externen Suchnetzwerken” zu Amazon geleitet werden, gibt es keine Provision.

    Ruft der Kunde die Webseite (Astore) auf und von da aus Amazon, ist alles beim Alten.

  3. holger hat gesagt:

    Ah achso. Also alles, wie gedacht, halb so wild :-)

    Einfach Astore in eigene Seite einbinden oder so was wie storebrander.com nutzen und gut :-)

  4. Micha hat gesagt:

    Wenn ich es richtig verstehe gehts bei den SEM Links darum, dass Amazon es jetzt verbietet, bzw. nicht mehr vergütet, wenn man zu irgendwelchen Keywords AdWords Anzeigen schaltet, bei denen der Ziel URL ein eigener Ref-Link auf ein Amazon Produkt ist. Gut, ärgerlich für Leute, die bisher Geld damit verdienten. Aber das ist doch bei den meisten anderen Partnerprogrammen schon seit Jahren verboten.

    Und das mit den SEO Links verstehe ich so, dass Leute versucht haben, Amazon-Produkt-Links mit ihren Ref-Ids in die SERPs zu bekommen. Diese Seiten hätten dann 1:1 den selben Content, wie die Original-Produktseite (DC). Und damit konkuriert Amazons Produkt-Seite dann in den SERPs mit der Ref-Produkt-Seite. Wenns dann richtig blöd für Amazon läuft, fliegt die original-Produkt-Seite wegen DC aus dem Google Index. Etwas harmloser wäre, wenn die Original-Seite hinter die Ref-Seite verfällt. Das würde Amazon zumindest künftig Kosten für den Affiliate verursachen, obwohl viele der User nie auf dessen Seite waren.

    Naja, auch wenn Amazon noch nicht mit den Gründen rausgerückt hat. Ich denke, es liegt auf der Hand, worum es ihnen geht.

  5. Rose hat gesagt:

    Habe ich da was verpasst? Warum sollte reiner Webseiten Traffic und damit SEO nicht mehr vergütet werden, da können sie das partnerprogramm auchgleich dicht machen ?
    Ich meine es ging nur um SEM Traffic, der nun weder direkt zu Amazon noch zum Astore geleitet werden darf.
    Der Astore selber und natürlich auch normale Werbung existiert doch weiter ?!

  6. Florian hat gesagt:

    @holger: Für Traffic der über eine Suchmaschine direkt auf einen aStore kommt wird auch weiterhin normal und wie gehabt verprovisioniert wie schon Sotirios erwähnte, die Regelung betrifft laut Terms nur Seiten von www.Amazon.de mit Affiliate ID in der URL, die aStores sind da explizit ausgenommen. Problem ist soweit ich weiß nur, daß beim Astore das Cookie nicht gleich beim Aufruf gesetzt wird.

    @Rose: Naja, Traffic von DEINER Website wird ja weiterhin normal vergütet, wenn aber eine Amazon.de URL mit Deiner ID gut rankt, liegt das ja v.a. an der Stärke der Amazon Domain. Daß Amazon quasi ohne Gegenleistung keine Provisonen zahlen möchte, finde ich durchaus legitim. Wenn jemand Du eine Plakatwand besitzt und ein Fernsehteam filmt diese Wand, kannst Du Deinen Plakatkunden ja auch keine Rechnung für Fernsehwerbung schicken…

    Im Endeffekt macht Amazon nur das, was bei der großen Mehrheit der Affiliateprogramme ohnehin schon lange üblich ist, “Direct Linking” via SEM erlaubt doch kaum noch jemand, wieso Affiliates viel Geld bezahlen, wenn man mit eigenen PPC Kampagnen das selbe Ergebnis viel billiger Erreichen kann.

  7. Andreas hat gesagt:

    So weit ich das verstanden habe, bekommt man doch weiterhin seine Provision, wenn jemand auf der eigenen Homepage auf einen Link zu Amazon klickt, oder etwa nicht? Dementsprechend finde ich das eigentlich gar nicht so schlimm, kann aber verstehen, dass es diejenigen ärgert, die bisher von den Links über die Suchmaschinen profitieren konnten. Aber es ist ja nicht so, dass man mit Links zu Amazon gar nichts mehr verdienen könnte, da es ja nur die Astores betrifft.

  8. Ingo hat gesagt:

    @ Andreas… ja das hast Du richtig verstanden …wenn jemand über Deine HP auf Amazon kommt bekommst Du natürlich eine Vergütung…sonst könnte man das PP auf streichen ;-)