Black Hat SEO und die Konsequenzen einer Bestrafung

9. März 2009
Autor: Interaktiv-Net

Google austricksen (Black Hat SEO) und die Konsequenzen einer Bestrafung.

Es gibt keinen Bereich mit mehr unseriöse und zweifelhafte Aktivitäten wie der “Suchmaschinenoptimierung” von Website. Grund dafür: unerlaubte Methoden zur Optimierung der Auffindbarkeit in Google.
Ein stetiger Kampf, der nie aufhören wird: Suchmaschinen-Spammer suchen immer neue Wege, um Google auszutricksen, Google findet einen Weg, um diese Taktiken zu bestrafen.
In erster Linie zeichnet sich Black Hat SEO Praktiken wie z.B. Cloaking, Doorway-Pages, Keyword-Stuffing oder Invisible-Text aus.

Cloaking: ist eine Technik zur Suchmaschinenoptimierung, bei der dem Robot der Suchmaschine eine andere Seite präsentiert wird als dem Besucher. Sie dient zur Verbesserung der Indexierung und der Rangordnung in Suchmaschinen.
Da diese Methode in der Vergangenheit oft missbraucht wurde, um Suchmaschinen andere Inhalte vorzuspiegeln als tatsächlich auf der Website enthalten waren (Keyword-Spamming, Spamdexing), wird die Methode von Suchmaschinenbetreibern sanktioniert. Quelle: www.wikipedia.de

Brückenseite: oder englisch Doorway Page (auch Jump-Page, Satellitenseite oder Spiegelseite genannt) bezeichnet für Suchmaschinen optimierte Internetseiten ohne eigenen Inhalt, die sollen einen Eingang in die zu promotende Website darstellen, über den der Nutzer von der Suchmaschine auf die eigene Site kommt. Diese klassische Form der Brückenseite wird von den größeren Suchmaschinen oft erkannt und (als Manipulationsversuch) negativ bewertet. Quelle: www.wikipedia.de

Keyword-Stuffing: Viele Webmaster “stopfen” ihre Seiten einfach mit den Begriffen “voll”, unter denen sie gefunden werden möchten. Im Extremfall werden dabei die Keywords einfach reihenweise wiederholt. Hier zeigt Matt Cutts, wie heutzutage immer noch probiert wird mit massigem Keywordstuffing an Traffic zu kommen: Avoid keyword stuffing

Invisible-Text: Blinder Text oder auch `Hidden Text´ bezeichnet Begriffe oder ganze Textpassagen, die mit verschiedenen Techniken unsichtbar für den User gemacht sind um die Suchmaschine damit zu füttern und so besser gelistet zu werden. Quelle: www.tecchannel.de

Google geht immer strenger gegen Black Hat SEO Aktivitäten vor. Wenn sich herausstellt, dass eine Website auf unerwünschte Methoden zurückgreift, wird der Betreiber mit einer deutlich schlechteren Platzierung in den Suchergebnissen bestraft oder sogar aus dem Google-Index herausfliegen.

Deutschlands bekannteste Fälle: Wegen umfangreicher illegaler Optimierungsmaßnahmen “massiven Einsatz von Keywords, Brückenseite (Doorway-Pages) und JavaScript-Weiterleitungen” wurde das große Autoportal automobile.de aus dem Index von Google entfernt und etwa eine Woche später die Domain www.bmw.de für die gleiche Methoden.
Beide Fälle sind im Blog von Matt Cutts nachzulesen:
- über automobile.de
- über bmw.de

Google austricksen durch Linkkauf und Linktausch:

Diese Vorgehensweise nutzen Webmaster aus, um bei Google möglichst weit vorne zu landen. je mehr Links auf die eigene Seite verweisen, je positiver ist der Einfluss auf das Ranking. “Suchmaschinen sehen Links als Empfehlung” aber von Google erkannte Linkgeschäfte, bleiben nicht ohne Konsequenzen.
Es gibt keine Frage, Wer einen Linkkauft verstößt bewusst gegen die Richtlinien von Suchmaschinen. In letzter Zeit häuften sich die Anzeichen dafür, dass Google Methoden entwickelt und eingesetzt hat, solche Linkkäufe zu entdecken. Und Websites mit Paid-Link-Penalty abzustrafen, wo Google Linkkäufe vermutet. Quelle: www.philipp-wiedmaier.de

Eine solche Fall hatte auch die Kölner Agentur für Suchmaschinenoptimierung SEOLine der auf Grund seiner zu freizügigen Linkstrategie offensichtlich aus dem Google Index gekickt wurde.

Die Konsequenzen:

Obwohl die Seiten seines Website noch in Google drin sind (site:seoline.de) wird der Website selbst bei dem Suchbegriff “Seoline” nicht mehr auf den ersten Google-Seiten angezeigt (auf Position 46 habe ich ihn gerade gefunden) ebenso von Suchbegriffen wie “Suchmaschinenoptimierung, SEO, Linkaufbau” oder ähnlichem. Und da laut Studien fast nur die erste Google Ergebnisseite (und dort meistens auch nur die ersten paar Ergebnisse) angeschaut wird, sollte Seoline Agentur einiges an Traffic einbüßen. Quelle: www.internetworld.de

Es wäre super wenn Ihr über eure Erfahrungen mit den verschiedenen Google Bestrafung berichten könntet.

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ein Reaktion zu “Black Hat SEO und die Konsequenzen einer Bestrafung”

  1. Torsten Daus hat gesagt:

    Man sollte wirklich meinen, dass die Black-Hat-Zeiten vorbei sind. Aber heute erhielt ich wieder einen Anruf von einem “Google zertifizierten” und “Mitglied beim BVDW” – Dienstleister…. Toll….